Pressemitteilungen
Aktuelles und Produkte
>mehr
Aktuelles- und Pressearchiv
>mehr
|
| Aktuelles aus der VR-Bank Westmünsterland eG |
Hier finden Sie alle Nachrichten und Pressemitteilungen. Bei Fragen wenden Sie sich gern an:
Thomas Borgert (Pressesprecher)
Kupferstraße 28, 48653 Coesfeld
Tel. 02541 13-202
Fax 02541 13-404
|
Vertreterversammlung 2012
Kraft der Genossenschaft und Kritik an Bankenunion Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland Dr. Wolfgang Baecker auf Vertreterversammlung: "Deutsche Genossenschaftsbanken sind nicht die Melkkühe für marode Auslandsbanken" Velen. Ein Bekenntnis zur ungebrochenen „Kraft der Genossenschaft“ verbunden mit Kritik an einer europaweiten Bankenunion stand im Zentrum des Vorstandsberichts von Dr. Wolfgang Baecker, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland, auf der Vertreterversammlung 2012 am Dienstag (3. Juli) in Velen auf Gut Ross. Für Baecker steht das Projekt Europa nicht in Frage. Aber „wir brauchen einen von den nationalen Parlamenten positiv begleiteten Weg zur wirtschaftlichen und politischen Integration.“ Vorschläge, wie die derzeit diskutierte europäische Bankenunion mit gemeinsamer Bankenaufsicht und Einlagensicherungssystem in Europa nannte Baecker „hilflos“.  Der Vorstandsvorsitzende betonte vor den fast 300 Vertretern der über 45.000 Mitglieder der VR-Bank Westmünsterland, dass der Euro sicher sei. Hier sei die Politik - bei aller berechtigten Kritik - unter anderem durch die „Schärfung des Stabilitäts- und Wachstumspakts“ grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Baecker forderte aber: „Klare Spielregeln müssen für Verlässlichkeit sorgen. Dass Strukturreformen Zeit benötigen, liegt doch auf der Hand. Aber die Menschen müssen auf deren Umsetzung vertrauen können.“ Generell stellte er fest, dass die europäische Staatsschuldenkrise bei den Mitgliedern der Bank zu einer starken Verunsicherung führe. Dies habe auch jüngst „die enorme Resonanz“ auf vier Mitglieder-Informationsforen der Bank zur Zukunft des Geldes mit dem Finanzexperten und Professor der Universität Münster, Dr. Andreas Pfingsten, deutlich gezeigt. Erneut Garanten der Stabilität Auch bei Banken müsse der Mensch im Mittelpunkt stehen, betonte Baecker, so wie dies in Genossenschaften verankert sei. Letztlich habe die Abwendung vom Menschen auch den Sozialismus zugrunde gehen lassen. Jeder Versuch, den Menschen nach den vermeintlichen Gesetzen der Ökonomie zu formen, sei geschichtlich gescheitert. Und dies kennzeichne auch die „Ausschweifung unserer Wirtschaftsordnung in den letzten beiden Jahrzehnten“, erklärte Baecker. Unerlässlich ist für den Vorstand der VR-Bank, dass die Staatsfinanzen in allen Euro-Staaten wieder in Ordnung gebracht werden. Baecker hob hervor, dass Genossenschaftsbanken in der Krise zum wiederholten Male „wieder Garanten der Stabilität“ seien. Die genossenschaftliche Rechtsform als Antwort auf die globale Verflechtung und damit verbunden auf die zunehmende Entfremdung der Menschen von wirtschaftlichen Wirkungszusammenhängen funktioniere. Gerade deshalb sei es keine gute Idee, „deutsche Sparkassen und deutsche Genossenschaftsbanken unter eine europäische Aufsicht in London zu stellen“. Baecker bezweifelte, dass aus einer europäischen Aufsichtsperspektive die besondere Bedeutung der Genossenschaftsbanken für die Regionen genügend beachtet würde. Absage an Europa-Einlagensicherung Noch brisanter ist für Baecker die Diskussion um die europäische Einlagensicherung. Die Kunden der Genossenschaftsbanken profitierten seit rund 70 Jahren von der genossenschaftlichen Institutssicherung, dem „umfassendsten, sichersten, ältesten und stabilsten System“, das sogar vorbeugend wirke. „So sind wir eben auch ohne staatliche Hilfen durch alle Krisen gekommen.“ Wer eine grenzüberschreitende Einlagensicherung fordere, rede einer Vermischung großer und kleiner, voller und leerer Töpfe das Wort. Das genossenschaftliche Sicherungssystem dürfe nicht „als Melkkuh“ zur Finanzierung südeuropäischer Banken dienen. „Wer das Geld der genossenschaftlichen Sicherungseinrichtung anderen Banken in Europa zugänglich macht, enteignet die Volksbanken und ihre Mitglieder“, so Dr. Baecker. VR-Bank: Erfolgreich in der Region Vertreterversammlung der VR-Bank Westmünsterland blickt auf glänzendes Geschäftsjahr 2011 zurück „Der Mensch im Mittelpunkt“ – diese Aussage zog sich wie ein roter Faden durch die Vertreterversammlung der VR-Bank Westmünsterland. Im idyllischen Ambiente auf dem ehemaligen landwirtschaftlichen Gut Ross blickte Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Baecker auf ein glänzendes Geschäftsjahr 2011 zurück. Dem liegt das Vertrauen von Menschen zu Grunde – unseren über 45.000 Mitgliedern und 115.000 Kunden“, verkündete er nicht ohne Stolz. „Wir leisten einen erheblichen Beitrag für die Regionen, wir unterstützen den Wirtschaftskreislauf vor Ort, sorgen für lokale Beschäftigung und gehören zu den größten Steuerzahlern in den Kommunen“, machte Baecker deutlich. „Auch deshalb erleben wir mehr denn je Zuspruch.“ Bereits im ersten Halbjahr 2012 konnte die VR-Bank über 800 neue Mitglieder verzeichnen, bundesweit zählen die Genossenschaftsbanken über 17 Millionen Teilhaber. Die VR-Bank sei bestens aufgestellt, unterstrich der Bankvorstand, „ganz besonders aufgrund des tollen Engagements unserer über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!“ In seinem Vorstandsbericht ging Dr. Baecker auch auf die europäische Staatsschuldenkrise ein. „Der Blick auf die Krisenherde und die Rettungspakete mit ihren biblischen Größenordnungen erfüllt uns mit Sorge.“ Dies führe auch bei den Mitgliedern und Kunden zu starker Verunsicherung. Er sehe aber mit der Schärfung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes und dem europäischen Fiskalpakt wesentliche Fortschritte. „Der Euro steht heute auf einem solideren Fundament als vor der Krise“, sieht Baecker positive Signale. Er bemängelt aber, dass sich zurzeit der Mittelweg aus einer zunehmenden Aufweichung der Maastricht-Kriterien und einer weitergehenden Gemeinschaftshaftung fortsetzt. „Die Folgen der europäischen und damit auch der deutschen Staatsverschuldungskrise könnten langfristig das Erfolgsmodell ‚Region Westmünsterland’ aber gefährden“, warnt Dr. Wolfgang Baecker. Politik und Wirtschaft müsste die Region mehr als Einheit verstehen und die bestehenden Kooperationen der Kreise, Kommunen, Wirtschaftsverbände und regionalen Banken weiterentwickeln. Die entscheidende Frage für Dr. Baecker lautet: „Wie kann das Kapital in der Region gehalten werden, um Investitionen langfristig abzusichern? Denn nur dann kann das Modell erfolgreich fortgesetzt werden.“ Lebhafte Geschäfte Das Erfolgsmodell VR-Bank und die konkreten Ergebnisse eines glänzenden Geschäftsjahres präsentierte im Anschluss Vorstandsmitglied Georg Kremerskothen. Das Kundengeschäftsvolumen konnte um 3,3 Prozent auf 3,75 Milliarden Euro gesteigert werden. „Damit konnten wir seit 2006 das Kundengeschäftsvolumen um über 550 Millionen Euro steigern“, stellte Kremerskothen erfreut fest. Die Bilanzsumme stieg 2011 um 5,2 Prozent auf rund 1,86 Milliarden Euro. Der Hauptgrund für diese positive Entwicklung liegt in der Ausweitung des Kreditgeschäfts der Bank. 406 Millionen Euro vergab sie 2011 an neuen Krediten an Unternehmer und Privatkunden. Die Summe aller Kredite legte nach Tilgungsleistungen um 7,5 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro zu. „Die VR-Bank stand und steht als verlässlicher Partner im Westmünsterland an der Seite ihrer Kunden. Insbesondere das Wort Kreditklemme wird für uns ein Fremdwort bleiben“, machte Kremerskothen deutlich.  Das Vertrauen der Mitglieder und Kunden blieb der VR-Bank auch während des turbulenten Jahres 2011 erhalten. Die Einlagen der Kunden bei der VR-Bank stiegen um 4,8 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Insgesamt legten die Kunden über die Bank 1,94 Milliarden | |